WOCHENBETT

Anna Anvidalfarei, Werner Gasser, Sarah Roshem, Karin Schmuck, Esther Strauss, Maria Stockner, Catherine Stoessel, Rina Treml, Stefan Tschurtschenthaler, Maria Walcher.

kuratiert von Sylvie Riant

04. Juli 2026 – 25. September 2026

ECK MUSEUM BRUNECK

Stoff, Naht, Körper und Schwarz-Weiß-Fotografie prägen die künstlerische Praxis von Anna Anvidalfarei. In der Ausstellung werden Arbeiten zum Thema Bauch gezeigt, in denen das Motiv des Bauches jeweils in einem Foto, einem Video und einem textilen Objekt erzählt wird.

Der Bauch als Ort des Geschehens

Der Bauch ist ein introvertierter Ort, ein in sich gekehrter Raum.
Raum der Tiefe, der Bewegung, der Arbeit, ein Raum, in dem sich vieles tut, ein Raum, durch den man fühlt. Raum des Tragens so wie auch Raum körperlicher Urteil.

Ein Raum, der immer geschlossen ist und in dem man nicht hineinsieht, obwohl er immer spürbar ist als tätige, aktive Kraft im Zentrum unseres Körpers.
Daraus ergibt sich das Bedürfnis, diesen geschlossenen Raum zu öffnen, um hineinzuschauen, zu sehen, wie es funktioniert, wie es tut, wie es denkt, den Wunsch es zu verstehen. Für mich die sich wiederholende Frage:

Was ist da drinnen? Was passiert?

Die Vorstellung von einem geschlossenen Raum, dessen Inneres nicht an geschlossenen vier Wänden ähnelt, sondern die Weite eines Feldes einnimmt, auf dem und durch das so viel geschieht.
Im Bauch drinnen ist ein Feld von Prozessen, aus dem es wächst, bis nach außen wächst. Die Gräser treten durch den Bauch hervor, wachsen aus ihm heraus.

Die innere Landschaft weitet sich aus, es ist eine Wiese die aus dem Inneren herauswächst.

Ich selbst bin diese Wiese, doch die Wiese wächst zugleich über mich hinaus. Sie könnte mich in sich verschwinden lassen.

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