mans
Anna Anvidalfarei & Lois Anvidalfarei
kuratiert von Ursula Schnitzer
29. Mai 2026 – 16. August 2026
Palais Mamming Museum
In der Ausstellung mans, Hände auf ladinisch, begegnen sich Lois und Anna
Anvidalfarei in einem Dialog der Hände. Skulpturen, textile Objekte,
Fotografien und Videoarbeiten von Händen – einzeln oder im Paar – werden
zu einer ebenso leisen, wie ergreifenden Reflexion über existentielle,
emotionale, schöpferische und identitätsstiftende Fragen des menschlichen
Seins.
In Werken von Lois und von Anna Anvidalfarei wird die Hand zum Surrogat
künstlerischen Schaffens. Als vertrauter Teil des Körpers begleitet sie den
Künstler, schiebt sich zwischen Blick und Werk und vermag Gedachtes
auszudrücken.
Die menschlichen Körper, in fieser Ausstellung die Hände, von Lois
Anvidalfarei, zunächst in Gips geformt und anschließend in Bronze
gegossen, berühren und bewegen durch ihre Unmittelbarkeit, ihre massive
Präsenz und ihre ungeschützte Nacktheit. Sie lassen uns innehalten und
führen an existenzielle Fragen des Seins heran. In ihnen erforscht der
Künstler grundlegende Aspekte von Existenz, Verletzlichkeit und
Menschsein.
Anna, die Tochter von Lois Anvidalfarei, tastet die Welt und ihr eigenes Sein
ebenfalls über den Körper ab. In ihren jüngsten Arbeiten werden Körperteile
wie ihre Hände zu Orten der Wahrnehmung und Erfahrung. Ihre Hände
erscheinen darin als Schauplatz paranoider Zustände: hohl, verweigernd, in
sich zurückgezogen, nicht wissend und überfordert. In realistischen und
zugleich verfremdeten, bisweilen surrealen Darstellungen werden sie zu
existenzielle Metaphern. Das Material oft Stoff: weich, wachsig, gepolstert,
die Verarbeitung: genäht, durchbohrt und die Handhaltung verdichten sich
zu einer vielschichtigen Darstellung menschlichen Seins und Handelns.
In mans, der sechsten Ausstellung mit intergenerationellem Schwerpunkt,
kura-tiert von Ursula Schnitzer, haben Anna und Lois Anvidalfarei mit ihren
„Hand”-Arbeiten ein ortspezifisches Projekt entwickelt. Inmitten dieser Gipsund
Bronze-skulpturen sowie der textilen Objekte und Schwarz-Weiss
Fotografien wird der Betrachter Teil einer vielschichtigen Reflexion über den
Mensch.












